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Die Entstehung
Der Erwerb
Das
Kunsthistorische Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
ist seit dem Jahre 1950 Eigentümer einer Sammlung, die der Wettiner
Prinz Johann Georg in den Jahren 1900 bis 1930 zusammengetragen hat und
die nach dem Zweiten Weltkrieg in Freiburg im Breisgau zum Verkauf angeboten
wurde. Das damalige Kultusministerium des Landes Rheinland-Pfalz konnte
etwa 1.000 Objekte erwerben und übergab sie dem Institut.
Dreißig Jahre
später wurden die Gegenstände als Dauerleihgabe dem Mittelrheinischen
Landesmuseum Mainz überlassen, da eine Präsentation an der Universität
aus räumlichen Gründen nicht möglich war. Aber auch im
Landesmuseum konnte nur ein Teil der Sammlung in den Schauräumen
ausgestellt werden. Den Schwerpunkt der Mainzer Sammlung bilden römische
Antiken, Glasgefäße, Tongefäße, Reliefs und Fragmente
Ägyptens, spätantike Elfenbeinarbeiten, Grafiken, Ikonen aus
Russland und dem Mittelmeerraum, liturgisches Gerät der russisch-orthodoxen
und koptischen Kirche, Metallikonen, Rosenkränze, Kreuze aus Metall
und Holz des östlichen Mittelmeerraums sowie Pilgerandenken aus Jerusalem
und vom Kloster Athos / Griechenland.
Neue Ausstellung
Im
Sommer 2002 wurde durch Dr. Birgit Heide vom Landesmuseum und Dr. Andreas
Thiel, Abteilung Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte
der Universität Mainz, eine Neukonzeption der Präsentation der
Prinz Johann Georg-Sammlung im Museum erarbeitet und der Öffentlichkeit
vorgestellt. Nach einer wissenschaftlichen Neubearbeitung öffnete
im Dezember 2004 die neue Ausstellung unter dem Titel "Sammler -
Pilger - Wegbereiter" ihre Tore. 2005 macht die Ausstellung Station
in Dresden.
Die einzelnen Sammlungsbereiche
wurden bei dieser Gelegenheit von mehreren Fachleuten verschiedener Disziplinen
bearbeitet. In der Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde wurde unter
Leitung von Dr. Hildegard Frieß-Reimann ein Projekt mit Studierenden
durchgeführt, in dessen Rahmen Objekte, die bisher vorwiegend im
Depot lagern, neu bearbeitet und beschrieben wurden.
Der Webauftritt
Um
die Sammlung einem noch breiteren Publikum zugänglich zu machen und
den Besuchern der Ausstellung die Möglichkeit zu geben, sich nachträglich
noch einmal über das Gesehene zu informieren, entstand dieser Internetauftritt.
Erstellt wurde er innerhalb eines zweiteiligen Internetseminars der Abteilung
Kulturanthropologie/Volkskunde unter der Leitung von Thomas Laufersweiler.
Studierende, die vorwiegend
keine Vorkenntnisse im Bereich Webdesign hatten, entwickelten und realisierten
diesen Webauftritt. Sie fügten den Aufsatz "Johann Georg,
Herzog zu Sachsen. Suchender und Sammler im christlichen Orient"
von Hildegard Frieß-Reimann in die Website ein, sie bearbeiteten
die Fotografien von Peter Thomas für das Internet und erstellten
die virtuelle Galerie. Beim Konzept dieser Website wurde darauf geachtet,
unter Verwendung einfachster Hilfsmittel, dem Look and Feel
der Seiten des Mainzer Landesmuseums möglichst nahe zu kommen, um
die Dokumentation der Objekte in diesem Webauftritt harmonisch in die
Internetseiten des Landesmuseums zu integrieren.
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