Mainzer Beiträge zur Kulturanthropologie/Volkskunde
Band 1
Richard Beitl
Untersuchungen zur Mythologie des Kindes
Herausgegeben von Bernd Rieken und Michael Simon
Münster/New York/München /Berlin 2007. 304 Seiten, mit CD
ISSN 1864-6387
ISBN 978-3-8309-1809-7
Preis: € 29,90
mit Beiträgen
von Klaus Beitl und Thomas K. Schippers
Mit
"Untersuchungen zur Mythologie des Kindes" habilitierte sich
der Germanist und Volkskundler Richard Beitl im Sommer 1933 an der Berliner
Friedrich-Wilhelms-Universität. Anders als man meinen möchte,
steht seine Arbeit nicht unter dem Einfluss der sich damals ausbreitenden
NS-Ideologie. Vielmehr versuchte er, auf empirischer Grundlage einen
Überblick über die so genannten Kinderschreckgestalten im
mitteleuropäischen Raum zu geben und zu zeigen, was Kulturwissenschaftler,
Psychologen, Pädagogen und Eltern im Umgang mit der kindlichen
Angst voneinander lernen können. Seine Ausführungen über
die Gestalten der niederen Mythologie wie den Bumann, den schwarzen
Mann oder die Roggenmuhme thematisieren neben sprachgeschichtlichen
Befunden den soziokulturellen Wandel von der Mitte des 19. Jahrhunderts
bis zum Ausgang der Weimarer Republik und sind bis heute ein bemerkenswertes
historisches Dokument aus der akademischen Frühphase der Volkskunde.
Neben dem geschichtlichen Aspekt gibt das Buch darüber hinaus Auskunft
auf die Frage nach der ethnopsychologischen Bedeutung von Angst und
Magie im Weltbild des Kindes und ist daher auch von allgemeinem Interesse.
Nach über 70 Jahren erscheint es hier zum ersten Mal im Druck.
Autoreninfo
Die Herausgeber: Bernd Rieken ist habilitierter Volkskundler und praktizierender
Psychoanalytiker in Wien. Michael Simon vertritt das Fach Kulturanthropologie
/ Volkskunde an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.
Das Buch kann im
Buchhandel oder direkt
beim Waxmann Verlag bestellt werden (ISBN: 978-3-8309-1809-7).
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