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Studien zur Volkskultur in Rheinland-Pfalz Band 15

Gisela Grasmück
Artisten in Alsenborn. Von Mitbürgern und Außenseitern.

Sozialhistorische Mikroanalyse einer mobilen Bevölkerungsgruppe.
Mainz 1993. 285 Seiten, 23 Abbildungen
ISBN: 3-926052-14-7
Preis: € 19,-

Das pfälzische Dorf Alsenborn ist noch heute als „Heimat der Seiltänzer“ bekannt, ein Ort, dessen Bewohner gelegentlich als „Bajasse“ bezeichnet werden. Was verbirgt sich hinter diesem ungewöhnlichen Ortsnecknamen?

Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich erstmals ausführlich mit dem Phänomen der Alsenborner Artisten, dessen Wurzeln in den Krisenjahren des 19. Jahrhunderts liegen. Als Alternative zu kärglichem Tagelohn oder Auswanderung entstand in diesem Teil der Pfalz eine außergewöhnliche Berufsgruppe. Vor allem Angehörige der Familie Schramm begannen, als Händler, Musikanten, Marionettenspieler oder „gymnastische Künstler“ im Sommer umherzuziehen. Die Wintermonate verbrachten sie in ihrer Heimat Alsenborn. Bis 1870 schlossen sich drei weitere Familienverbände an. Um die Jahrhundertwende umfaßte die heterogene Gruppe der Alsenborner Artisten bereits mehr als 100 Personen, darunter so bekannte Namen wie Bügler, Althoff oder Traber.

Neben einer detaillierten sozialhistorischen Untersuchung der Artistengruppe und ihre Relevanz für die Entwicklung des Ortes werden auch Erinnerungen und Erzählungen untersucht, die sich mit diesem Thema befassen. Zudem wird die Bedeutung analysiert, welche die Artisten heute für das Image der Gemeinde haben.


Das Buch kann per Mail oder im Buchhandel bestellt werden
(ISBN: 3-926052-14-7).

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