Studien zur Volkskultur in Rheinland-Pfalz
Band 13
Winfried Folz
Pfälzer Rückwanderer aus Nordamerika
Schicksale, Motive, Reintegration
Mainz 1992, 192 Seiten
ISBN: 3-926052-12-0
Preis: € 15.-
USA
- "das Land der unbegrenzten Möglichkeiten". Heute wissen
wir, das dieser Ausdruck nicht allein positiv besetzt ist. Doch schon
im 19. Jahrhundert begann der Mythos "vom Tellerwäscher zum
Millionär" zu verblassen:
Waren die Felder
und Wälder Rheinland-Pfalz doch attraktiver als die Goldminen Kaliforniens
und die endlose Weite der Great Plains? Hatten die Deutschen einfach
genug Geld gescheffelt und wollten nun ihren Lebensabend in der Heimat
im Kreis ihrer Lieben verbringen? Haben einstige Freunde und Familienangehörige
sie überhaupt wiedererkannt?
Schon bald nach
der ersten Auswanderungswelle aus Rheinland-Pfalz in die USA kamen die
ersten Pfälzer zurück in den damaligen Regierungsbezirk Bayerns.
Winfried Folz behandelt in seiner Studie ausschließlich "richtige"
Rückwanderer. Darunter versteht man jene, die ihre Heimat verließen,
ihre Staatsbürgerschaft aufgaben, um fortan in der Fremde zu bleiben.
Sie nahmen die Staatsbürgerschaft des Landes an, in das sie eingewandert
waren. Dann entschieden sie nach mindestens einem Jahr anders und gingen
in ihre Heimat zurück, um dort ihren Lebensabend zu verbringen.
Das Buch ist in drei Teile gegliedert:
1.Motivation zur Rückkehr aus den USA
2.Prozess der Reintegration in der Pfalz
3.individuelle Wirkung der Rückwanderung auf einzelne Auswanderer-Schicksale
Die Motive zur Rückkehr
aus den USA werden von allen Seiten beleuchtet. Einige Motive sind:
Scheitern der Akkulturation der Deutschen in Amerika auf Grund der Sprache,
der Religion und der Volkskultur. Zu wirtschaftlichen Gründen zählen
Wettbewerbsverschärfungen, Armut (geringe Erträge in der Landwirtschaft,
Arbeitslosigkeit, erfolglose Goldsuche) und Reichtum. Emotionale Probleme
(Heimweh und Krankheiten, die durch unverträgliches Klima verursacht
wurden) spielten oft eine Rolle. Und schließlich merkten viele
erst in der Fremde, was ihre Heimat eigentlich Reizvolles zu bieten
hatte.
Im 19. Jahrhundert,
war es zwar nicht mehr verboten, zurückzukommen und wurde auch
nicht mehr mit Geld- und Arbeitsstrafen geahndet. Doch wie ging eigentlich
die Gesellschaft mit dem Phänomen Rückwanderung um? Welche
Probleme boten sich den Heimkehrern? Folz zeigt hierzu Pressestimmen
und Beispiele aus der Literatur auf. Statistiken und Tabellen runden
die Forschung ab und bieten einen guten Überblick.
Zusammenfassung
von Silke Oppermann.
Das Buch kann per Mail oder im Buchhandel bestellt werden
(ISBN: 3-926052-12-0).

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