Studien zur Volkskultur in Rheinland-Pfalz Band 20
Fritz Schellack
Hajós- Ein ungarndeutsches Dorf im Umbruch.
Beiträge zum Alltagsleben nach der politischen Wende von 1989.
Mainz 1996, 310 Seiten, 105 Abbildungen
ISBN: 3-926052-19-8
Preis: € 20.-
Der Sammelband entstand im Rahmen eines 1995 in Ungarn durchgeführten Feldforschungsprojektes der Abteilung Volkskunde am Deutschen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ziel des Projektes war es, die aktuellen Veränderungen in dem 3500 Einwohner zählenden ungarndeutschen Dorf Hajós nach der politischen Wende zu beschreiben, zu dokumentieren und soweit als möglich zu analysieren. Die Untersuchung und Auswertung basiert auf insgesamt 60 aufgezeichneten Leitfadeninterviews, durchgeführt von Mitarbeitern und Studierenden des Faches Volkskunde.
Neben einer kurzen Skizze der historischen Situationen wird die Umbruchsituation der Jahre 1989 und 1990 beschrieben. Schule und Sprachunterricht, die Versorgungssituation, der Alltag der Frauen, die Situation in der Landwirtschaft, das Hajós Kellerdorf, das Fernsehverhalten, der Tourismus, die Partnerschaft mit dem schwäbischen Hirrlingen, Vereine und Gruppierungen und schließlich der Stellenwert von Religion und Kirche werden in unterschiedlichen Beiträgen abgehandelt. Im Zuge des zehntägigen Forschungsaufenthaltes entstanden eine dreißigminütige Filmdokumentation, und aus weit über tausend Fotos wurde eine Auswahl für eine Ausstellung über Hajos zusammengestellt. Der Band umfasst insgesamt 310 Seiten mit 105 Abbildungen.
Im Nachgang zu der Erhebung von1995 entstand die von Thomas Schneider verfasste Dissertation über die Veränderungen in der ungarischen Landwirtschaft nach 1990, dargestellt am Beispiel von Hajós. Darüber hinaus kann Hajós aufgrund weiterer ethnologischer Untersuchungen anderer Institute und Forscher als ein ethnologisch sehr gut dokumentiertes Dorf betrachtet werden.
Durch die Vorbereitungen zur Feldforschung 1994, den Aufenthalt von1995 und fast jährlich anschließenden Besuche sind viele freundschaftliche Kontakte entstanden, die bis heute (2006) nicht abgerissen sind und gepflegt werden – nicht zuletzt ein Indiz für die Akzeptanz der Forschungsarbeit vor Ort.
Das Buch kann per
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(ISBN: 3-926052-19-8).

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